Ärztliche Osteopathie, Chiropraktik und Faszien-FDM-Therapie
Ärztliche Osteopathie, Chiropraktikund Faszien-FDM-Therapie 

Kurzvortrag: Osteopathie, die ärztliche Kunst nach Andrew Taylor Still

Osteopathie

  • ist eine meist sanfte, ganzheitliche Heilmethode, die mit den Händen ausgeführt wird. Funktionsstörungen des Körpers werden erkannt und mit speziellen osteopathischen Techniken behandelt.
  • behandelt keine Symptome, sondern sucht nach den Ursachen von Krankheiten.

  • hilft dem Körper, sich selbst zu heilen.

Entstehung

 

 

Schlüsselerlebnis

  • Als Kind entdeckte Still, dass er seine Kopfschmerzen durch das Legen seines Hinterkopfes auf eine Seilschlinge lindern konnte.
  • Im Weiteren suchte er nach Wegen zu einem neuen Verständnis vom menschlichen Körper, seiner Gesundheit und Krankheit.
  • Er entdeckte, dass der Körper über selbstregulierende Kräfte verfügt.
  • Stimuliert man diese Selbstheilungskräfte durch sanften Druck mit den Händen, kann der Körper Krankheiten selbst heilen.

American Association of Colleges of Osteopathic Medicine (https://www.aacom.org/) zur Frage:

 

What is osteopathic medicine?

 

A Doctor of Osteopathic Medicine (D.O.) is a fully trained physician able to provide all aspects of healthcare to patients and can practice in all medical specialties. D.O.s are licensed to perform surgery, prescribe medicine and utilize manipulative treatment. Osteopathic medicine is a philosophy of caring for people, not just treating symptoms. D.O.s believe in a whole person philosophy. They help their patients develop attitudes and lifestyles that don’t just fight illness, but prevent it. They give special attention to how the body’s nerves, muscles, bones and organs work together to influence health. D.O.s practice throughout the United States and throughout the world. It is estimated that 60,000 D.O.s practice in the U.S.

 

  • D.O.s practice a whole person approach to medicine. Instead of treating specific symptoms or illnesses they regard the body as an integrated whole.
  • D.O.s receive extra training in the musculoskeletal system - the body's interconnected system of nerves, muscles, and bones. This training provides osteopathic physicians with a better understanding of the ways in which an injury or illness in one part of the body can affect another.
  • Osteopathic physicians focus on preventive health care.
  • Osteopathic manipulative treatment (OMT) is incorporated in the training and practice of osteopathic physicians.
    • D.O.s are trained to use their hands to diagnose injury and illness and encourage the body's natural tendency toward good health.
    • By combining all other medical procedures with OMT, D.O.s offer their patients the most comprehensive healthcare available in medicine today.
  • The founder of osteopathic medicine, Dr. Andrew Taylor Still, recognized the body’s ability to heal itself and stressed preventative medicine, eating properly and keeping fit. This is something that seems so obvious to us today, but wellness was a new concept for that time.

Fundament der Osteopathie

  • Anatomie (Bau des menschlichen Körpers)
  • Physiologie (Funktionsweise des Körpers)
  • Entwicklungsgeschichte des Menschen
  • Pathologie (Merkmale von Krankheiten)
  • Differentialdiagnostik (Zuordnen von Symptomen zu verschiedenen Erkrankungen)
  • Präzise geschulter Tastsinn der Hände

Einheit Mensch

  • Osteopathie sieht und behandelt den Menschen ganzheitlich.
  • Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Einzelteile. 
  • Alle Strukturen des Körpers, auch Seele und Geist, stehen miteinander in Verbindung.
  • Erst ein harmonisches Zusammenspiel aller Strukturen ermöglicht dem Körper gesund zu bleiben.
  • Auf der Suche nach dem Krankheitsauslöser untersucht und behandelt der Osteopath stets den gesamten Körper und betrachtet das Umfeld des Patienten.
  • Er versucht damit, das harmonische Zusammenspiel aller Strukturen des Körpers wiederherzustellen.

Struktur und Funktion

  • Struktur und Funktion beeinflussen einander wechselseitig.
  • Nur ein harmonisches Zusammenwirken aller unterschiedlichen Strukturen mit ihren spezifischen Funktionen lässt den Körper optimal und uneingeschränkt funktionieren.
    • Beispiel Muskel: Ein Muskel dient der Bewegung (Funktion). Je intensiver er trainiert wird, desto größer und stärker wird er (Struktur). Wird er nicht genug beansprucht, bildet er sich zurück.
  • Geschulte Hände des Osteopathen können gestörte Funktionen des Körpers als veränderte Beweglichkeit der Struktur tasten.
  • Mittels osteopathischer Techniken verhilft er der gestörten Struktur zu ihrer natürlichen Beweglichkeit zurück.
  • Damit kann die Struktur wieder zu ihrer ursprünglichen Funktion finden.

Selbstheilung

  • Jeder Körper verfügt über Selbstheilungskräfte.
  • Diese wirken nur, wenn der Körper gut ausbalanciert ist. Dann kann er Störungen aus eigener Kraft heilen.
  • Durch seine Techniken hilft der Osteopath dem Körper, diese Kräfte wiederzuerlangen und sich damit selbst zu heilen.

Grundsätze

  • Leben ist Bewegung
    • Osteopath stellt Bewegung wieder her.
  • Leben ist Rhythmus
    • Osteopath vermittelt Koordination der Körperrhythmen.
  • gewaltige Sinnesleistung der Hand
    • Osteopath erspürt mittels exakt geschultem Tastsinn die Funktionen und Strukturen des Organismus und behandelt sie ohne Instrumente oder Medikamente.

Leben ist Bewegung.

Alles ist im Fluss.

Liegen Steine im Flussbett, entstehen Strudel. Diese nehmen einen Teil der Energie weg.

 

Im Körper sollte alles ohne Hindernisse fließen, sonst entstehen Krankheiten.

Bereiche der Osteopathie

  • Osteopathie sieht den Menschen als Einheit. Diese Einheit wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.
  • Sie besteht im Wesentlichen aus 3 Bereichen, die untrennbar miteinander verbunden sind.
  • Jedem Bereich sind bestimmte Teile des Organismus zugeordnet.

Parietaler Bereich

 

= Stütz- und Bewegungssystem des Körpers

  • Knochen
  • Muskeln
  • Gelenke
  • Sehnen
  • Bänder
  • Faszien

Viszeraler Bereich

 

  • innere Organe
  • Gefäße
  • Nerven
  • Lymphe
  • Bindegewebe

Kraniosakraler Bereich

 

  • Schädel
  • Zentrales und peripheres Nervensystem mit Gehirn und Rückenmark
  • Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit
  • Kreuzbein

Hilfe durch Osteopathie

  • Pauschale Vorgaben, bei welchen Krankheitsbildern eine osteopathische Behandlung  erfolgen kann, gibt es nicht.
  • Osteopathie kann bei fast allen Störungen im Organismus helfen.
  • Schädliche Nebenwirkungen entstehen bei qualifizierter Behandlung nicht.

Indikationsbeispiele

  • Akute und chronische Schmerzen des Bewegungsapparats (z. B. Bandscheibenvorfall)
  • Vor- und Nachbehandlung von Operationen
  • Funktionelle Beeinträchtigungen von Gelenken (z. B. Kiefer, Fuß) und Geweben (z. B. Nervenbahn) 
  • Lymphatische Störungen (z. B. Ödeme)
  • Verdauungsstörungen
  • Funktionelle organische Beeinträchtigungen (z. B.: Magen-Darm-Beschwerden; erhöhter Augeninnendruck; Herz-Rhythmusstörungen)
  • Wundheilungsstörungen, Narben nach Verletzungen und Operationen (z. B. Morbus Sudeck)

  • Entwicklungsstörungen bei Klein-/Kindern

  • Vegetative Störungen (z. B. Schlaflosigkeit)

  • Monatsbeschwerden, Fruchtbarkeitsstörungen

  • Schädeltraumen, z. B. durch den Geburtsvorgang

  • Kopfschmerzen, Migräne und Konzentrationsstörungen

  • Chronische Entzündungen (z. B. Speicheldrüse; Stirn- u. Nasennebenhöhlen)

  • Neurologische Störungen (Schlaganfall, ADHS)

Möglichkeiten

  • Individuelle Behandlung der Faktoren, die zu der Störung im Organismus geführt haben
  • Erkennung und Wiederherstellung von gestörten Funktionsabläufen mit Besserung von Schmerzen
  • Anregung der Selbstheilungskräfte
  • Vorbeugung von Krankheiten (Funktionelle Störungen können erkannt und behandelt werden, lange bevor Krankheiten ausbrechen.)

Grenzen

  • Osteopathie ist kein Allheilmittel!
  • Grenzen liegen dort, wo Selbstheilungskräfte des Körpers für die Heilung nicht ausreichen:
  • akute Entzündungen
  • schwere Erkrankungen
  • Tumore
  • Zerstörte Strukturen können nicht repariert werden, aber begleitende Therapie ist möglich

Osteopathie und Schulmedizin

  • Osteopathie baut auf schulmedizinischen Grundlagenfächern auf.
  • In der Osteopathie ergänzen sich Wissenschaft und exaktes Spürvermögen der Hände zu einer eigenständigen Form der Medizin.
  • Osteopathie und Schulmedizin können sich daher sinnvoll ergänzen.

Osteopathie und Zahnmedizin

  • „Die Zähne sind die Organe zur Feineinstellung der Wirbelsäule.“ (W. Baltens, Vorreiter der ganzheitlichen Kieferorthopädie)
  • Kiefergelenk wird als Teil der Ganzheit des Körpers berücksichtigt.

  • Enge Wechselwirkung zwischen Körperstatik und Funktion/ Struktur des Kiefergelenkes

  • Das Kiefergelenk hat entscheidende Bedeutung als Auslöser für ganze Reihe von Beschwerden, deren Zusammenhänge leider oft nicht erkannt werden:

    • Kopf- und Gesichtsschmerzen
    • Schmerzen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule
    • Beckenschiefstand/ scheinbare Differenz der Beinlängen

Funktionsstörung des Kiefergelenkes ist oft

auch Folge anderer Belastungen, wie z. B.:

  • Falscher Biss
  • Ungünstige Stellung Oberkiefer/ Unterkiefer
  • Seelische Belastungen, die zum Zähneknirschen oder -pressen führen

Funktionsstörungen Kiefergelenk – Symptome

Überwiegend einseitige Schmerzen/ Beschwerden in folg. Körperregionen:

  • Kopf
  • Gesicht (Ohr, Zahn, Kiefer, Kaumuskulatur)
  • Hals und Nacken
  • Schultergürtel
  • Lendenwirbelsäule
  • Kniegelenk

Mögliche Folgekette

  • Zahnverlust im Seitenzahnbereich des Unterkiefers
  • Nachbarzähne kippen in die Lücke, gegenüberliegender Zahn im Oberkiefer verlängert sich
  • Unterkiefer hat beim Kauen „Hindernis“, Stress bei Koordination der Muskelbewegungen
  • Möglichkeit, andere Probleme des Kausystems auszugleichen, nimmt ab
  • Verspannungen der Kaumuskulatur
  • Bewegungseinschränkungen des Kiefergelenkes
  • Verlagerung des Zungenbeines
  • Veränderungen in Halswirbelsäule
  • Blockaden der Wirbelsäule mit Veränderung des Beckens und Beinlängendifferenz
  • Schmerzen

„Craniomandibuläre Dysfunktion“ (CMD) = internationale Bezeichnung für komplexes Krankheitsbild bei Funktionsstörungen des Kiefergelenkes

Ursachen für CMD

  • Traumata: Stürze, Schläge auf Gesicht
  • Zahnextraktionen oder andere Krafteinwirkungen auf den Kiefer
  • Dysfunktionen der Schädelknochen/ Schädelnähte
  • Fehlspannung der Kau-, Zungenbeinmuskeln
  • Störungen der Zähne: Bissstörungen, ggf. Kieferorthopädie, Prothesen, Zahnersatz
  • Dysfunktionen der Halswirbelsäule, des Schultergürtels
  • Fehlhaltung mit Verspannungen der Muskulatur
  • Stress u.a. psychoemotionale Faktoren
  • Narben, Zahnherde, Organerkrankungen
  • Stoffwechselstörungen, Rheuma, Borreliose
  • Störung der Nasenatmung oder des Zwerchfells
  • Psyche

Osteopathische Diagnostik

  • Gründliche Anamnese
  • Gesamtkörperuntersuchung (u. a. Gangbild, Haltung, Untersuchung Becken, WS, Kiefergelenk)

Osteopathische Therapie bei CMD

 

 

  • Behandlung muskulärer Ungleichgewichte: z. B. Entspannung und Dehnung der Kau- und Zungenbeinmuskulatur
  • Korrektur von Wirbelblockierungen und Beckenfehlstellungen
  • Behebung von Dysfunktionen an Schädelknochen/ -nähten
  • Zusammenarbeit mit Zahnarzt u. a. Fachdisziplinen

Ausbildung

  • Der Begriff „Osteopath“ ist in Deutschland nicht gesetzlich geschützt.
  • Osteopathie wird in Deutschland von Ärzten und Heilpraktikern ausgeübt.
  • Osteopathie ist keine einfach und schnell erlernbare Behandlungsform.
  • Voraussetzung für eine gute Behandlung ist eine fundierte mehrjährige Ausbildung
  • In Deutschland bilden verschiedene Institutionen Osteopathen nach festgeschriebenen Qualitätsstandards aus.
  • Man sollte sich an Therapeuten halten, die bereitwillig Auskunft über ihren Ausbildungsweg geben und über ein anerkanntes Diplom verfügen.

Ärztliche Osteopathie

und Chiropraktik

Martin Schönwald

Termine nach Vereinbarung

Telefon: (040) 67 10 49 48

Praxis Schönwald

 

Falkenbergsweg 3

21149 Hamburg-Neugraben

und

Heidekoppel 3-5

24558 Henstedt-Ulzburg

Sollten Sie uns nicht persönlich erreichen, sprechen Sie bitte auf den Anrufbeantworter, wir rufen Sie dann so schnell wie möglich zurück.

Eine zusätzliche Möglichkeit bietet die Online-Terminvergabe.

Mitglied der Deutsch-Amerikanischen Akademie für Osteopathie
Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin

Aus rechtlichen Gründen sei darauf hingewiesen, dass in der Nennung beispielhaft aufgeführter Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Grundsätzlich ist festzustellen, dass einigermaßen zuverlässige Aussagen/Studien zur Wirksamkeit und Effektivität osteopathischer Behandlungen nur bei wenigen Erkrankungsbildern vorliegen: im Wesentlichen bei chronischen Schmerzsyndromen der Wirbelsäule, bei muskulo-skelettalen Störungen und im viszeralen Bereich. [Deutsches Ärzteblatt 2009; 106 (46)]

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